22.09.2011, 08:51 Uhr | www.cdu-brandenburg.de

Landesfachausschuss Soziales fordert Kinderschutz-Hotline und Einsatz von Familienhebammen
Roswitha Schier: „Verbesserung des Kinderschutzes in Brandenburg überfällig!“

In seiner heutigen Sitzung forderte der Landesfachausschuss Soziales der CDU Brandenburg Schritte zur Verbesserung des Kinderschutzes von der Landesregierung.

Dazu erklärte die Ausschussvorsitzende und Landtagsabgeordnete Roswitha Schier: „Die Landesregierung darf sich nicht länger einer Kinderschutz-Hotline verweigern. Die einprägsame, zentrale Rufnummer ist beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern sehr erfolgreich. Betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Nachbarn können sich dort in kinderschutzrelevanten Situationen bei einer Hotline melden. Zahlreiche Kinder erhielten dort seither kurzfristig Hilfe und die jährlichen Kosten bewegten sich mit ca. 43.000 Euro in einem sehr überschaubaren Rahmen.“

Als weiteren Baustein zur Verbesserung des Kinderschutzes in Brandenburg forderten die Ausschussmitglieder den dauerhaften Einsatz von Familienhebammen:

„Den Hebammen gelingt es meist sehr früh, ein gutes Vertrauensverhältnis zur werdenden Mutter aufzubauen. Ihr Rat wird auch nach der Geburt sehr geschätzt und sie können dadurch schnell Hilfestellung in schwierigen familiären Situationen leisten. Brandenburg sollte die im Bundeskinderschutzgesetz vorgesehene Anschubfinanzierung der Bundesregierung nutzen und Familienhebammen in die bereits bestehenden Systeme der frühen Hilfen einbinden. Frühe kostengünstige Hilfen ersparen später teure Inobhutnahmen“, so Schier abschließend dazu.

Ausschussvorsitzende und Landtagsabgeordnete Roswitha Schier Ausschussvorsitzende und Landtagsabgeordnete Roswitha Schier