10.09.2011, 08:45 Uhr

Standortfaktoren, Landwirtschaft und Mitgliedergespräche: Besuch in der Prignitz
Landesvorsitzende Dr. Saskia Ludwig und Gordon Hoffmann MdL unterwegs

Auf Einladung des Prignitzer Landtagsabgeordneten Gordon Hoffmann besuchte die Landesvorsitzende der CDU Brandenburg, Saskia Ludwig, am 9. September die Prignitz. Als erste Station der ganztägigen Rundreise stand ein Besuch beim Wittenberger Unternehmen „Eggers Umwelttechnik“ auf dem Programm. Der Leiter der Wittenberger Außenstelle, Rainer Schmidt, machte bei dem Besuch der Landespolitiker deutlich, dass es großer Anstrengungen bedarf, das mittelständische Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.

 

Helfen würde hier der Wittenberger Hafen, über den innerhalb kurzer Zeit bereits 15.000 Tonnen für das Unternehmen umgeschlagen werden konnten. Deshalb sei die Schiffbarkeit der Elbe auch für Eggers Umwelttechnik ein wesentlicher Standortfaktor. Der schnellstmögliche Bau der Autobahn A14 sei ebenfalls existenzsichernd für das Unternehmen. "Wenn wir den aufbereiteten Boden irgendwo an den Mann bringen wollen, dann muss das auch auf wirtschaftlich vertretbaren Wegen erfolgen", so Geschäftsführer Schmidt. Weiterhin forderte er die Landtagsabgeordneten auf, den Bürokratieabbau voran zu treiben. "Es kann nicht sein, dass Arbeitsplätze in der Region gefährdet werden, weil Entscheidungen unnötig hinaus gezögert werden."

Im Anschluss trafen sich Saskia Ludwig und Gordon Hoffmann mit dem Präsidenten des Kreisbauernverbandes, Ulrich Kieback. Gemeinsam mit dem Prignitzer Landwirt besichtigten sie Teile seines Betriebes. Ulrich Kieback hob dabei die Bedeutung der Landwirtschaft für den ländlichen Raum hervor. "Es geht hier nicht nur um die Arbeitsplätze direkt in den Betrieben. Wo es den Landwirten gut geht, da geht es auch den Dörfern gut", erklärte er den CDU-Politikern. Mit dem von der CDU-Landtagsfraktion veröffentlichten Papier zur Landwirtschaft könnte der Kreisbauernverband sehr gut leben, bis auf die vorgeschlagenen Kappungsgrenzen bei den Direktzahlungen. Ludwig machte deutlich, dass dies leine erste, bewusst provokante These gewesen sei, um eine breite und lebendige Debatte über die Ideen zu erreichen. Die zahlreichen - durchweg gut besuchten - Veranstaltungen und das Nachziehen der anderen Parteien bei dem Thema belegten denn auch den Erfolg.

Am Abend trafen sich dann die Mitglieder der CDU Ortsverbände Pritzwalk, Putlitz und Meyenburg in Halenbeck zum geselligen Beisammensein und diskutierten mit Saskia Ludwig und Gordon Hoffmann über aktuelle Themen der Landespolitik. Zustimmung erfuhr dabei nicht nur der klare Oppositionskurs, sondern auch die Aussage, den Wittstocker Jan Redmann als stellvertretenden Landesvorsitzenden vorzuschlagen. Damit wäre wieder ein Kandidat aus dem Norden Brandenburgs vertreten. Auch der Prignitzer Kreisvorsitzende Gordon Hoffmann unterstützte den Vorschlag: "Jan Redmann ist ein profunder Kenner der Probleme in den ländlichen Regionen", so der Prignitzer CDU-Chef.