Dombrowski: „Keine Mitglieder erster und zweiter Klasse in der CDU Brandenburg“ Gutachten der Enquetekommission
Zur Diskussion um das Gutachten der Enquetekommission des Landtages Brandenburg zur Geschichte und Verantwortung der Parteien in der ehemaligen DDR erklärt der Generalsekretär der CDU Brandenburg Dieter Dombrowski:
Die CDU Brandenburg steht zu ihrer Geschichte seit ihrer Gründung im Jahr 1945. Ebenso wie in den anderen deutschen Ländern hat sich die CDU im Sommer 1945 von Frauen und Männern aus dem christlichen und bürgerlichen Widerstand gegen das NS-Regime gegründet. SED und Sowjets haben die Christdemokraten solange mit schwersten Repressalien wie Denunziationen, Gerichtsprozessen, Amtsenthebungen traktiert, bis die SED 1952 ihr Ziel, die Gleichschaltung der CDU erreichten. Für die folgenden Jahrzehnte war die CDU in der DDR in den ihr zugewiesenen Bereichen des öffentlichen Lebens in der politischen Mitverantwortung. Für die CDU wie auch für die anderen Blockparteien galt aber, dass Mandatsträger nie in zentralen Bereichen und Aufgaben des Staates mit verantwortlichen Positionen tätig wurden.
In den Räten der Kreise und Städte wurden die CDU-Funktionsträger nie im Bereich Inneres eingesetzt, dafür aber gern mit der Zuständigkeit für Wohnungswirtschaft sowie Handel und Versorgung betraut. Die CDU hat in der DDR unter Diktaturbedingungen ihre geringen Spielräume u. a. beim Erhalt der christlichen Werte genutzt. Das macht sie in der DDR ganz sicher zu keiner Heldenbewegung. Sich in einer Diktatur angepasst zu haben, dafür muss sich niemand schämen und auch nicht rechtfertigen. Anpassung sei etwas anderes als Täter zu werden, so Dombrowski. Für Täter und Denunzianten war und ist in der CDU Brandenburg kein Platz, das hat die Parteibasis bereits 1991 mit einer Satzungsbestimmung festgeschrieben.
Die CDU Brandenburg hat sich immer zu ihrer Mitverantwortung bekannt und wird dies auch weiterhin tun.
„Als Generalsekretär der CDU Brandenburg bin ich den Mitgliedern, die der CDU über Jahrzehnte die Treue gehalten haben, dankbar für ihr Engagement. Es gibt in der CDU Brandenburg keine Mitglieder erster und zweiter Klasse.“
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