14.12.2012, 13:01 Uhr | Jens Koeppen MdB und Katherina Reiche MdB

Katherina Reiche und Jens Koeppen: Bürger bei Abstandsregelungen vor Ort beteiligen
Energiewende gelingt nur mit den Menschen

Zur bekannt gewordenen Entscheidung der Regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim, die erst im März 2012 beschlossene Abstandsregelung von 1000 Metern für Windanlagen zur Wohnbebauung aufzuheben und eine Errichtung der Anlagen 800 Meter von der Ortsgrenze zu ermöglichen, erklärten die brandenburgischen Umweltpolitiker und Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche und Jens Koeppen:

„Die Energieversorgung der Zukunft ist erneuerbar. Schon jetzt werden rund 25 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland durch erneuerbaren Energien gedeckt. Für das Gelingen der Energiewende ist die Akzeptanz bei den Bürgern von zentraler Bedeutung. Die Energiewende gelingt nur gemeinsam mit den Menschen. Bisher gewonnene Akzeptanz darf nicht leichtfertig verspielt werden. Deshalb müssen auch bei der Festlegung von Abstandsregelungen für Windkraftanlagen die Bürger umfassend informiert und beteiligt werden.“

„Eine 1000-Meter-Tabuzone, für die sich der Landtag bisher ausgesprochen hat, ist bisher auf große Zustimmung gestoßen. Auch der gültige Windkrafterlass der Landesregierung sieht eine 1000-Meter-Tabuzone zu Wohngebieten vor. Sollte nun geplant sein, hiervon abzuweichen, darf dies nicht über den Kopf der Bürger entschieden werden. Vielmehr müssen die Bürger in betroffenen Gebieten hieran beteiligt werden.“, so Jens Koeppen.

Katherina Reiche weiter: „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Bürger frühzeitig bei energiewirtschaftlichen Vorhaben einzubinden. Durch eine aktive, transparente  und glaubwürdige Beteiligung der Bürger können diese ihre Belange einbringen und so Lösungen gefunden werden, die auf breite Akzeptanz vor Ort stoßen.“