Dr. Saskia Ludwig: Eine gute Energiepolitik muss brandenburgverträglich sein! Energiestrategie für Brandenburg
Zur Energiestrategie der Landesregierung sagt Dr. Saskia Ludwig, Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion Brandenburg:
„Eine gute Energiepolitik muss brandenburgverträglich sein. Bei uns in der Mark leben tausende Bürger von der Energieerzeugung, während im gleichen Moment tausende unter ihr leiden. Eine gute Energiepolitik für Brandenburg muss die Interessen aller Märker mit den Zumutungen für den einzelnen in einen vernünftigen Ausgleich bringen. So, wie die Landesregierung derzeit vorgeht, kann sie nicht mit breiter Zustimmung bei den Brandenburgern rechnen. Ihre Politik wird den Brandenburgern nicht gerecht.
Wir dürfen den Blick nicht auf Windkraft und Solarenergie verengen. Eine leistungsfähige Wissenschaft mit breit aufgestellter Forschung kann uns in Brandenburg bei der Suche nach alternativen Formen der Energie-Erzeugung und -Verbreitung unterstützen. Unser Land ist für Erdwärmenutzung sehr gut geeignet. Gerade weil dieses Potential hier so vielversprechend ist, müssen Forschung und Entwicklung stärker unterstützt werden.
Wir brauchen eine Stromerzeugung, die auch dann funktioniert, wenn gerade kein Wind weht, wenn gerade keine Sonne scheint - eine Stromerzeugung die durchgehend verlässlich ist. Deshalb bekennen wir uns zur Braunkohle als Wegbereiter für die Entwicklung neuer Energiequellen. Wir geben der Lausitz mit ihren rund 17.000 Arbeits- und Ausbildungsplätzen Planungssicherheit wenigstens für die nächsten 30 bis 40 Jahre. Auch das gehört zu einer brandenburgverträglichen Politik.
Die Grenze der Belastbarkeit durch den Ausbau der Windkraft in Brandenburg ist erreicht. Deshalb muss der bisherige Plan aufgegeben werden, dass zwei Prozent der verfügbaren Landesflächefür Windkraft genutzt werden sollen, einer Fläche doppelt so groß wie Potsdam. Und bei den Projekten, die bereits jetzt schon in Planung sind, brauchen wir einheitlich geregelte Mindestabstände. Windräder müssen mindestens den zehnfachen Abstand ihrer Höhe zu Wohnhäusern haben. Ein 100m hohes Windrad muss dann mindestens ein km entfernt sein. Wir fordern, dass die Bürger vor Ort selbst entscheiden können, ob und in welchem Umfang sie noch Windenergie vor ihrer Haustür haben wollen.
Wir brauchen leistungsfähige Leitungen und flexible Netze, um die Energie dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird. Erst mit einer umfassenden Informations- und Aufklärungsarbeit über die jeweiligen Vor- und Nachteile von Stromleitungen können wir gemeinsam mit den Brandenburgern entscheiden, welche Form des Netzausbaus richtig und brandenburgverträglich ist.
Wir wollen, dass wir Brandenburger uns weiter in unserer Heimat wohlfühlen können. Dafür haben wir als Märkische Union ein Energiekonzept, das brandenburgverträglich ist.“
Die vollständige Rede (Teil I und II) finden Sie unter:
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