Freuten sich über die rege Diskussion - CDU-Bundestagsabgeordneter Jens Koeppen, Landrat a.D. Joachim Benthin, Landratskandidatin Karina Dörk, Jürgen Seidel, stellvertretender Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern und Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann. (v.l.n.r.).
„Quo vadis, Uckermark? Herausforderungen und Chancen des neuen Landrates“ - so lautete das Thema der gestrigen Veranstaltung des CDU Kreisverbandes Uckermark im Vorfeld der anstehenden Landratswahlen am 28. Februar 2010. Im Fokus des Forums standen Fragen rund um das Thema Wirtschaft und Verwaltung. Über 40 Personen folgten der Einladung in den Saal der Prenzlauer Uckerwelle zum Austausch über Motivation und Ziele des neuen Landrates. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Jens Koeppen.
Jürgen Seidel, stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg- Vorpommern, wies in seinem Grußwort deutlich darauf hin, dass alle Entscheidungsträger auf Kommunal-, Landes- , Bundes- und Europaebene alle Hände voll zu tun haben, um angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftskrise wieder Oberwasser zu gewinnen. Er hob hervor, dass Jammern in schwierigen Situationen nichts helfe. Vielmehr gehe es um die Frage ‚Was tut man?’. Seidel hat als Antwort auf diese Frage eine Art „Fünf-Punkte-Plan“ entwickelt, mit welchem er als Wirtschaftsminister der Krise begegnet. Neben Krisenmanagement und der Förderung bestehender Wirtschaftsstärken sind dies: Strukturwandel betreiben, wissensbasierte Arbeitsplätze schaffen und den demografischen Wandel als Vorteil zu verstehen.
Wie der Wirtschaftsminister legt auch die CDU Landratskandidatin Karina Dörk den Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit als mögliche Landrätin auf die verbesserte Wirtschaftsförderung. Dörk: „Den Landkreis Uckermark nach vorne zu bringen, gelingt nur über die Stärkung der Wirtschaft und damit durch die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen! Nichts zählt mehr, als dass die Leute in der Region durch eine geregelte Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können. Die Potenziale unserer Region müssen effektiver genutzt werden.“ Konkret will Karina Dörk daran arbeiten, dass die Interessen der Investoren und Unternehmern stärker von der Verwaltung unterstützt werden. „Die Arbeit eines Landrates sollte nicht dann aufhören, wenn ein Antrag vom Landratstisch in die brandenburgischen Ministerien wechselt. Die Anliegen der Unternehmer müssen auch über den eignen Tisch hinaus verfolgt werden.“ Für sie steht fest, dass zwischen Unternehmern und der Verwaltung ein neuer, positiverer Umgang gepflegt werden muss.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion machten die Teilnehmer der Veranstaltung rege davon Gebrauch, eigene Fragen an die Kandidatin zu stellen. Abschließend bekam Karina Dörk noch ein paar Tipps für das Amt als Landrätin. Für Dr. Joachim Benthin, ehemaliger Landrat des Landkreises Uckermark, ist eine gute und umfassende Kommunikation wichtigste Aufgabe eines Landrates: „Immer gut informiert zu sein, ist für alle Entscheidungen die Grundvoraussetzung.“ Jürgen Seidel, der von 2001 – 2006 Landrat des Landkreises Müritz war, legte den Schwerpunkt auf die mentale Einstellung eines Landrates, denn jeder Amtsinhaber müsse sich fragen, ob er „Gestalter oder nur Verwalter“ sein will. Seidel fügte hinzu: „Jeder Landrat muss Entscheidungen treffen und für Probleme Lösungen finden. Dabei sollte er nie seinen gesunden Menschenverstand vergessen.“ Jürgen Seidel konstatierte Karina Dörk nach ihrem kurzen Kennenlernen, dass sie das Zeug zur „Gestalterin“ hätte.