CDU Generalsekretär Dieter Dombrowski durchschritt in Häftlingskleidung den Plenarsaal im Landtag und erinnerte damit an die Opfer der Stasi.
Mit einer aufrüttelnden Aktion hat der Generalsekretär der CDU Brandenburg, Dieter Dombrowski, heute gegen die Vereidigung des rot-roten Kabinetts im Brandenburger Landtag demonstriert. Gekleidet in einer original Häftlingsuniform aus dem politischen Gefängnis Cottbus durchschritt Dombrowski im Moment der Eidesformel des alten und neuen Ministerpräsidenten den Saal, brachte damit seinen Protest gegen die maßgebliche Beteiligung ehemaliger Stasimitarbeiter wie Kerstin Kaiser (IM Kathrin) und Thomas Nord (IM Mark Schindler) an der neuen Koalition zum Ausdruck.
Dombrowski: „Über 200.000 ehemalige DDR-Bürger haben ohne jede Schuld diese Uniform über Jahre tragen müssen. Die Täter sind heute wieder obenauf und an der Brandenburger Regierung beteiligt, während viele SED-Opfer von HARTZ IV leben müssen. Bei so viel Unaufrichtigkeit und Machtgier der wiedervereinigten Linken ist es mir eine Ehre die Kleidung der DDR-Bürger zu tragen, die sich nicht gefügt haben."
Der 58-Jährige CDU-Politiker war zu DDR-Zeiten selbst wegen versuchter Republikflucht und «staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme» zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Erst nach zwanzig Monaten der Haft im politischen Gefängnis in Cottbus war er von den Bundesrepublik freigekauft worden. Fünf weitere seiner sieben Geschwister waren in der DDR ebenfalls zu politischen Haftstrafen zwischen acht Monaten und viereinhalb Jahren verurteilt worden.